Heurige haben Saison

Aufgepasst, es ist so weit, die Saison der „Heurigen“ – heimischen Frühkartoffeln – hat begonnen. Diese kostbaren Schätze aus der Erde werden von Anfang Juni bis 10. August geerntet. Besonders ihr leichter, weicher Geschmack zeichnet sie aus und die erlebbare Frische. Die Schale ist dünner als bei Lagererdäpfeln und kann mitgegessen werden. Heurige können gebraten, gebacken, gedämpft oder in wenig Salzwasser gegart werden. Sie eignen sich auch besonders gut zum Grillen und werden als einfaches Hauptgericht mit Butter oder Joghurt- Sauerrahm-Sauce und Salat serviert. Je weniger verarbeitet, desto besser kommt der feine Geschmack zur Geltung. Ein wahrer, saisonaler Leckerbissen, dem Sie bestimmt nicht widerstehen können.

Regionalität wird belohnt

Oftmals locken Angebote aus fernen Ländern mit Frühkartoffeln bereits im zeitigen Frühjahr. Wer jedoch noch etwas Geduld aufbringt und bis Anfang Juni wartet spart viele Transportwege und fördert die heimische Landwirtschaft. 46 bis 51 kg Erdäpfel wurden in Österreich pro Kopf und Jahr in den letzten 10 Jahren konsumiert. Zu 88% ist der Inlandsbedarf durch die heimische Landwirtschaft gedeckt. Weltweit gibt es etwa 4.000 bis 5.000 verschiedene Erdäpfelsorten. Sie werden nach der Reifezeit (frühreife, mittelfrühreife und mittel- bis sehr späte Sorten) und ihren Kocheigenschaften (festkochende, vorwiegend festkochende, mehlig kochende und übrige Kochtypen) eingeteilt.

Tipps zur Verwendung und Lagerung der „Heurigen“

•    Durch die dünne Schale sind diese nur 1-2 Wochen lagerfähig, um die Frische voll und ganz auszukosten, sollten sie daher rasch verkocht werden!  Sie sollten dunkel, luftig und kühl (4-8°C) aufbewahrt werden.
•    Heurige können gut gewaschen, gebraten, gebacken, gedämpft oder in wenig Salzwasser gegart mit der Schale auf’s Teller!
•    Heurige sind vorwiegend festkochend. Sie lassen sich nicht zu Teig oder Püree verarbeiten.
•    Sie eignen sich besonders gut zum Grillen und werden als einfaches Hauptgericht mit Butter oder Joghurt-Sauerrahm-Soße und Salat serviert.
•    Je weniger verarbeitet, desto besser kommt der feine Geschmack zur Geltung!

Sommersalat mit gebratenen heurigen Kartoffeln

ZUTATEN

4 bis 6 Portionen

  • 500 g Blattsalat
  • 300 g heurige Kartoffeln
  • 2 TL Dijonsenf
  • 2 EL Agavendicksaft oder Honig
  • 1 Knoblauchzehe
  • 3 EL Zitronensaft
  • 1 TL frischer Rosmarin
  • 1 kleine Prise Salz
  • 6 EL Olivenöl

ZUBEREITUNG

Die Kartoffeln grob waschen und mit reichlich Wasser und Salz garkochen. Wenn sie fertig sind, die Kartoffeln abgießen und mit kaltem Wasser abspülen. Den Blattsalat gut waschen und abtropfen lassen.

Den Rosmarin und die Knoblauchzehe grob hacken und mit Dijonsenf, Agavendicksaft, Zitronensaft und Salz vermischen. Die Mischung mit dem Stabmixer oder im Standmixer verrühren und nach und nach das Öl dazu gießen. Je nach Geschmack kann man das Dressing noch durch ein Sieb gießen, um die Rosmarin- und Knoblauchstückchen zu entfernen.

Die inzwischen kalten Kartoffeln in 2cm große Würfel schneiden und in einer beschichteten Pfanne mit Butter anbraten, bis sie braun werden – leicht salzen. Den Blattsalat mit dem Dressing verfeinern und auf der Tellermitte anrichten. Die gebratenen Kartoffeln daneben verteilen.

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