Ziemlich beste Freunde im Gemüsebeet

„Es kann die schönste Pflanze nicht gedeihen, wenn es den bösen Nachbarn nicht gefällt“, so könnte man ein Schiller-Zitat gartengerecht umformulieren. Tatsächlich ist es so, dass nicht jedes Gemüse mit jedem gut Freund ist. Setzt man jedoch die richtigen Pflanzen zusammen, unterstützen sie einander wie die besten Freunde. Sie wehren Schädlinge ab, wachsen kräftiger und halten sich gegenseitig gesund. Wir haben einige besonders bewährte Partner im Gemüsebeet für Sie gefunden, die das Biogarteln noch einfacher machen.

Gemeinsam wachsen

Karotten mögen Dill und Lauch, sie können in abwechselnden Reihen angebaut werden. Radieschen, Kresse und Salat mögen sich ebenso wie Tomaten und Sellerie. Was man mit beachten sollte, ist der jeweilige Nährstoffbedarf der Pflanzen. So passen Bohnen und Kohl sehr gut zusammen, der Kohl mag es allerdings sehr nährstoffreich, während die Bohnen genügsam sind. Der Kohl bekommt im Wachsen extra Düngung, die Bohnen nicht. Bauen Sie Schnellwachsende mit langsam wachsenden Pflanzen an, dann lassen sich die leeren Reihen immer wieder auffüllen und der Boden bleibt bedeckt. Wichtig ist bei Mischkulturen auch zu schauen, wieviel Platz eine Gemüsesorte braucht, im Erdreich und oberirdisch.

Weniger gute Freunde

Wie schon erwähnt, können viele Gartenpflanzen sehr gut miteinander, einige weniger gute Freundschaften solltet man aber besser vermeiden: Petersilie und Salat, Tomaten und Kartoffeln, Erbsen und Bohnen.

Nützlinge zu Besuch

Oft sind es die ätherischen Öle von Kräutern, die Schädlinge vom Gemüse ablenken und gleichzeitig wachstumsfördernd wirken. Salbei, Thymian und Minze beim Kohl gepflanzt irritieren den Kohlweißling und die beliebte und gesunde Kapuzinerkresse wehrt etwa bei Tomaten und Obstbäumen die Blutläuse ab. Wo Blumen, Kräuter und Gemüse durcheinander wachsen dürfen, haben auch Krankheiten wenig Chance. Das sieht nicht nur wunderschön aus, sondern lockt auch Nützlinge an, die unsere Pflanzen bestäuben und uns zu einer guten Ernte verhelfen. Also dann, viel Freude mit Ihren ziemlich besten Freunden!

Gemeinsam wuchern lassen

Selbst gezogenes Gemüse schmeckt einfach noch besser. Das weiß jeder Hobbygärtner, der seine Pflanzen selbst gesät, gepflegt und schließlich geerntet hat. Nicht jeder Gemüse-Fan verfügt jedoch über einen eigenen Garten, jedoch gibt es in OÖ bereits über 80 Gemeinschaftsgärten, die sich über Zuwachs freuen oder Sie greifen zum druckfrischen Leitfaden für Gemeinschaftsgärten, um selbst einen zu initiieren. Mehr Informationen dazu unter http://oberoesterreich.bodenbuendnis.or.at/garten/gemeinsam-garteln

Übrigens

Wer mehr über die Freundschaften und Abneigungen im Gemüsebeet wissen will, findet im Internet und in Sachbüchern sehr viel Information zum Nachlesen. Besonders an Herz legen können wir Ihnen: Der Biogarten von Marie Luise Kreuter. Das Buch vermittelt Grundkenntnisse für eine biologische Gartenarbeit. Für alle, die gerne Garteln, ist dieses Buch ein langjähriger Begleiter zum Thema „Natürlich gärtnern im Einklang mit der Natur“.

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