Essen essen!

Käse, Schinken, Brot, Bananen – es kann schon einmal passieren, dass wir etwas im Kühlschrank übersehen. Auf einmal ist der Käse schimmlig, der Schinken schlecht und das Joghurt schon wieder abgelaufen. Schade um das Essen und um das Geld, wir müssen sie wegwerfen. Haben Sie gewusst, dass solche Missgeschicke in Österreich 300.000 Tonnen Lebensmittel bedeuten? Diesen Berg werfen wir miteinander pro Jahr weg, der eine macht es weniger, der andere umso mehr. Hier fünf Strategien für weniger Essensmüll.

#1 Satt einkaufen gehen

Was glaubt ihr, wann kaufen wir mehr ein? Wenn der Magen knurrt oder wenn wir noch wohlig satt vom Essen sind. Eben. Wer hungrig einkaufen geht, kauft unbeherrschter ein.

#2 Brauche ich das wirklich?

Wir wollen viel für unser Geld und so manche Aktion kann uns schon verleiten, mehr einzukaufen, als wir wollen. Den kleinen Biokäse oder doch die Großpackung in Aktion? Wenn solche Schnäppchen öfter im Kühlschrank vergammeln, dann besser umsteigen auf kleinere Packungen, das ersparte Geld kann man ruhig in Bio und hochwertige Qualität investieren.

#3 Haltbarkeitsdatum als Richtwert

Das Joghurt auch 2 Wochen später essen? Das Ablaufdatum sagt nur etwas über das Mindesthaltbarkeitsdatum aus, mehr nicht. Lebensmittel halten in der Regel um einiges länger!

#4 Richtig lagern

Heimisches Obst und Gemüse kühl lagern, Südliches eher warm und das Brot am Besten in einem Leinenbeutel. Es spielt eine Rolle, wie wir unsere Lebensmittel lagern. Gute Infos zur Lagerung finden Sie bei der Umweltberatung.

#5 Verschrumpelt oder braun – so what?

Wenn der Apfel eintrocknet, ist er immer noch gut. Einfach in den Smoothie hinein oder ein Apfelmus machen. Eingetrocknete Paprika, Melanzani, Karotten, etc lassen sich im Backrohr zu köstlichem Ofengemüse verwandeln und wer Kartoffeln mit „Augen“ hat, kann sie anbauen. Am Balkon in einen Kübel hinein, die Triebe immer wieder abdecken mit Stroh oder Erde und einige Monate später kann man ernten. Und die trockene Brotscheibe vom Vortag? Einfach mit ein wenig Wasser besprühen und in den Toaster geben oder eine Brotsuppe machen. Würzige Brotchips wären auch eine Möglichkeit. Ist alles nur eine Frage der Kreativität.

Übrigens

Die Landesabfallverbände in OÖ haben mit dem Land OÖ „isnuguat“ gestartet, besucht die Seite, hier steht viel Wissenswertes, wie man Essensmüll vermeidet. Weiters gibt es in und um Linz eine aktive Foodsharing-Gruppe, die Sie unter www.foodsharing.at finden. Eine ihrer Aktivitäten sieht man auf dem Bild. (Credit: Petra Moser)

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