Regional, saisonal, biologisch und fair werden belohnt

Spüren Sie es auch bereits? Die Sehnsucht nach einer neuen Einfachheit in der Küche, die die Geschmäcker direkter, klarer, authentischer genießen lässt. Zum Beispiel einfach vom Garten, Balkon oder Fensterbrett Schnittlauch ernten und die Kartoffel vom Bio-Bauern aus dem Ort oder der Region damit verfeinern. Zum Abrunden noch etwas Leinöl aus dem Mühlviertel dazu. Was sagen Sie? „Weniger ist oft mehr!“

Einmal um die ganze Welt

Die Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmittel prägt die Welt. Sie entscheiden wesentlich darüber, ob der Klimawandel gebremst werden kann, sauberes Trinkwasser erhalten bleibt und die Böden funktionsfähig sind. Die Wirtschaftskreisläufe bei Erzeugung und Handel von Lebensmittel sind hauptverantwortlich für Arbeitsplätze, die Zukunft ländlicher Strukturen, für ein faires Lohnniveau.

Welche verheerenden Auswirkungen der „globale Konsum“ haben kann wird aktuell am Beispiel der Avocado, um die ein regelrechter Hype entstanden ist. Die Importe nach Österreich sind von 3.420 Tonnen im Jahr 2013 auf 5.810 Tonnen im Jahr 2015 gestiegen (Quelle: UN Handelsstatistik).  Rodungen und Umsiedlungen in fernen Ländern wie Mexiko sind die Folge dieses weltweiten Trends. Mehr dazu hat der Konsument recherchiert: https://www.konsument.at/avocados072017?wt_mc=socialmedia.facebook.201707.avocados.ad1

Wunderbares Gemüse vor Ort

Zahlreiche Genießerinnen und Genießer setzen bereits konsequent auf regionale, oft sogar lokale Zutaten. Und mehr und mehr Menschen in Oberösterreich bevorzugen saisonale, biologische und fair gehandelte Lebensmittel. Es geht dabei nicht um Verzicht, sondern um Genuss und Eigenverantwortung. Es macht Spaß nach den eigenen Prinzipien zu genießen und dabei auf andere zu achten. Wo Sie ErzeugerInnen für Ihr regionales Genusserlebnis aus der Region finden, zeigt Ihnen bequem die APP „Gutes Finden“. Diese können Sie kostenlos für Android und Apple  herunterladen.

Aufmerksam Essen

Besonders mit dem Fokus auf Gemüse macht sich eine neue kulinarische Vielfalt auf. Jedoch ist es vor allem im Supermarkt nicht ganz einfach zu unterscheiden, was gerade Saison hat. Die Gemüseregale sind annähernd das ganze Jahr über mit dem gleichen Angebot gefüllt. Der billige Transportweg macht‘s möglich. Jedoch geht dies auf Kosten der Umwelt, des Klimas und unserer Gesundheit.

Dafür gibt es drei Tipps von uns:

  • Die Herkunftsbezeichnung an den Regalen beachten, um zu erfahren, woher das Produkt kommt.
  • Die Produkte direkt ab Hof kaufen, dort kann man nachfragen, was gerade Saison hat. Viele AnbieterInnen findet man bereits in der APP „Gutes Finden“.
  • Einen Blick auf den Saisonkalender werfen, der gibt einen Überblick, welches Obst und Gemüse gerade reif ist: http://www.bio-austria.at/download/saisonkalender/

Und hier Ihre Belohnung

Belohnt wird ein bewusster Einkauf von regionalen, saisonalen, biologischen und fair gehandelten Produkten natürlich mit knackiger Frische, unverfälschtem Geschmack, vielen Nährstoffen und einem guten Gewissen. Dazu lassen sich beim Einkauf direkt bei der Bäuerin/beim Bauern auch positive soziale Effekte kaum „vermeiden“: Sie lernen neue Menschen kennen, bekommen Tipps zur Verarbeitung direkt von den Produzent/innen und können ein Blick hinter die Kulissen einer umweltgerechten Lebensmittelproduktion werfen.

Foto: (c) Christina Diwold

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