Feuer und Flamme für Gemüse

Die Temperaturen steigen gegen Sommerende wieder und so auch die Lust zum Grillen, Garen und Genießen im Freien. Ende August platzt der Saisonkalender ja beinahe aus allen Nähten, neben den süßen Früchten wie Himbeeren, Äpfel und Ringlotten dürfen Sie sich jetzt vor allem über Karfiol, Kohlrabi, Erdäpfel und die vielen verschiedenen Wurzelgemüse freuen, die perfekt in das Beuteschema eines echten Grillfans passen.

Perfekt vorbereitet

Die Welt der Grillteller wird immer bunter und die Möglichkeiten der Zubereitung immer kreativer. Neben den Klassikern, tummelt sich immer mehr Grünzeugs – Zucchini, Kartoffeln und Co am Rost. Um bestens vorbereitet zu sein, finden Sie hier ein paar Tipps:

 #1 Marinieren oder würzen

Mit einer Marinade aus Olivenöl, Limettensaft, Salz, Pfeffer, Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Salbei oder Majoran lassen sich Zucchini, Melanzani, Fenchel und Kohlrabi hervorragend vorbereiten. Das Gemüse waschen und gut abtrocknen. Anschließend einfach ungefähr einen Zentimeter dick, möglichst großflächig schneiden und ca. 30 Minuten in der Marinade ziehen lassen. Dazu können Sie auch mit Honig experimentieren, der das Gemüse süß abrundet. Wenn Sie noch mehr Würze rein bringen wollen, streuen Sie kurz vor dem Servieren ein wenig Chilli und Hartkäse darüber – Ihre Gäste werden absolut begeistert sein.

 #2 Kurz oder lang

Gemüse reagiert empfindlicher auf die Hitze als Fleisch, deshalb sollten die Zutaten mit dem Rost etwas nach oben versetzt werden und dort auch eher am Rand gegrillt werden, damit den perfekt gegrillten Köstlichkeiten nicht zu heiß wird. Das Gemüse hat meist eine sehr kurze Garzeit, außer beispielsweise Erdäpfel und Mais, diese sollten Sie vorkochen, damit alles zur richtigen Zeit schön knackig und zart gegessen werden kann. Frischen Mais 10 Minuten in kochendem, leicht gesalzenem Wasser vorgaren. Auf dem Grill durch mehrmaliges wenden braun werden lassen und nur mit Butter und Salz servieren. Erdäpfel je nach Größe zirka 30 Minuten dämpfen, bis sie noch stichfest (Probe mit einem Messer) sind. Dann diese in Scheiben schneiden und ebenfalls grillen  Dazu schmeckt selbstgemachte Kräuterbutter oder ein Sauerrahm-Dip herrlich.

 #3 Schneiden, spießen oder füllen

Beim klassischen Grillen ist es oft nicht leicht, dass nichts durch den Rost fällt. Größeres Gemüse wie Kohlrabi, Zucchini lassen sich großflächig schneiden. Aber bei Pilzen, Knoblauch, Pastinaken, Karotten, Zwiebeln oder anderem zartem Gemüse wird es schwierig. Es empfiehlt sich ein Holz- oder wiederverwendbarer Metallspieß – sieht auch sehr schön aus. Paprika können ohne weiteres mit Ei, Schafkäse, Tomatenstücken gefüllt werden. Rundliche Paprika halbieren, das Gehäuse entfernen und befüllen. Dazu zuerst ein verquirltes Ei mit etwas Salz und Pfeffer so einfüllen, dass noch Platz für die Tomatenstücke und den Schafkäse bleibt und diese dann darauf verteilen. Die befüllte Hälfte vorsichtig auf den Grill stellen, sodass nichts kippt. Vor dem Servieren noch ein paar frische Kräuter drüberstreuen. Das macht Lust auf noch mehr Experimente oder? Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

 #4 Abseits vom Gemüse

Bereiten Sie doch auch gleich die Nachspeise auf dem Grill vor. Marshmellow-Fruchtspieße sind zwar etwas für die ganz Süßen, aber auch ein echter Hingucker. Aber es gibt auch andere Variationen. Obst wird allgemein aromatischer, wenn man es mit Butter, Honig und Zitronensaft bestreicht und nach dem Grillen leicht zuckert, am besten noch mit Vanillezucker oder Zimt veredeln! Auf dem Grill haben sich auch Bananen bewährt, daraus werden dann, leckere Schoko-Bananen. Diese sind schnell vorbereitet. Einfach die Bananen mit Schale der Länge nach einschneiden, – Schokoladestückchen in die Einschnitte steckenund mit der Schokoseite nach oben auf den Grillrost legen. Wenn die Schokolade geschmolzen ist und die Banane etwas glasig, noch kurz abkühlen lassen und dann warm genießen! Nachspeisen eignen sich sehr gut zum Grillen, wenn man noch etwas Glut , denn Früchte brauchen nur wenig Hitze.

#5 Mal ohne Alu

Mangold, Weinblätter, Kraut und Co können gut verwendet werden, um Alufolie einzusparen. Um die Blätter weicher zu machen, kurz blanchieren. Dann das gewürzte Grillgut in die Mitte legen, die Blätter zu einem Päckchen falten und mit Küchengarn zusammenbinden. Es gibt auch wiederverwendbare Grillschalen aus Edelstahl und Emaille. Zu beachten: Die Garzeit ist länger als auf den Aluschalen, allerdings können diese neben dem gesundheitlichen Vorteil im Vergleich zu Alu auch helfen den Abfall zu reduzieren.

 

Die Zutaten für unsere Tipps gibt’s aus regionalem und fair gehandeltem Anbau. Wie immer raten wir dazu, Bio-Ware zu kaufen.

 Guten Appetit!

 

 

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