Bunt gegen die graue Zeit

Die Sonnenstunden werden kürzer, die Nächte länger, die Sonnenstrahlen zaubern noch ein letztes Glühen auf bunt verfärbte Blätter. Die Natur stellt sich langsam auf ihre Winterruhe ein und hinterlässt uns Nebel, Frösteln und graue Tage. Depressive Verstimmungen gehören vermehrt zum Alltag, der Biss ist weg. Der FleischfreiTag hat sich umgesehen nach Strategien, wie man seine positive Grundstimmung bewahren und die Aussicht auf die dunkle Zeit mit einem Lächeln umarmen kann. Und ist dabei auf die Welt der Farben gestoßen, die weit mehr können als gut aussehen.

Farben anziehen

Farben wirken unmittelbar auf den Menschen. Sie können je nach Farbton belebend oder beruhigend wirken, sie wirken sich positiv auf die Organe und auf das Gemüt aus. „Eine Möglichkeit, die belebende Wirkung von Farben zu nutzen, ist sie zu tragen“, so Style Coach Sonja Wöhrenschimmel-Wahl. Gerade wenn die Umgebung farblich immer eintöniger wird, verhelfen satte Farben zu mehr Energie und Wärme, wenn man etwa „warme Farben“ anzieht. Wer sich und seine Umgebung beleben will, der sollte zu kräftigen Farben greifen.  Man stelle sich einen roten Mantel an einem grauen Nebeltag vor. Neben der stilistischen Qualität haben kräftige Farben auch einen ganz praktischen Vorteil: Sie machen sichtbar.

Farben essen

Farben kann man aber auch essen. Gewürze wie die gelbe Gelbwurz, roter Chili oder das orange Paprikagewürz können Ausgangspunkt für würzige und wärmende Suppe und Eintöpfe sein. Der Herbst schenkt uns sattes Orange in Form von Kürbissen, Süßkartoffeln und Karotten, das blaustichige Rot der Roten Rüben und vieles mehr. Kurkuma, wie die Gelbwurz genannt wird, kennt man als wichtige Zutat bei Currymischungen und der „Golden Milk“. Sie stärkt das Immunsystem und sollte in keiner Naturküche fehlen. Um ihre Stoffe gut herauslösen zu können, sollte sie mit Fett verarbeitet werden. Eine heimische Farb- und Gesundheitsbombe ist die Rote Rübe. In ihr sind nicht nur wertvolle Substanzen enthalten, die gesund machen, sie färbt auch sehr intensiv dunkel-pink. Blaurote Töne bieten blaue Weintrauben, Holunder, Aronia und Heidelbeeren, die den gesunden Farbstoff Anthocyan enthalten. Bleibt noch Braun in Form von Zimt, Kakao und Schokolade und natürlich viel Grün. Jetzt ist neben den Wildkräutern die Zeit gekommen für Endivien und Vogerlsalat.

DIY- Idee gefällig?

Wie wäre es mit einem Farbenmenü? Starten mit Orange, übergehen zu Bunt und mit einem satten Schokoton enden? An dieser Stelle eine große Entschuldigung an die vielen anderen Gemüse- und Obstsorten, die in diesem Artikel nicht Platz gefunden haben.

Ein Rezept möchten wir Ihnen hier gleich mit auf den Weg geben. Sie erinnern sich an die goldenen Herbsttage? Diese können Sie sich mit diesem Rezept in Erinnerung rufen:

http://www.fleischfrei-tag.at/rezepte/kuerbisrisotto/

Frage: Welche Farben essen Sie? Welche Farben tragen Sie besonders gerne?

Bild: (c) Sonja Wöhrenschimmel-Wahl

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