Powerknolle Rote Rübe

Haben Sie gewusst, dass es ein Gemüse gibt, nach dem ein Farbstoff benannt ist? Es ist die Rote Rübe oder Rote Bete, deren Inhaltsstoff Betanin für die intensivrote Farbe verantwortlich ist. Wer sie bisher nur in Form von Rote Rüben-Salat aus dem Glas gekannt hat, der wird nach diesem Artikel Gusto auf die rote Knolle bekommen! Nicht nur, dass dieses heimische Gemüse auf verschiedene Weise zubereitet werden kann, ist sie darüber hinaus voller wertvoller Inhaltsstoffe, die uns gesund und fit halten.

Power in vielen Facetten

Im Geschäft muss man schon genauer hinsehen, um sie zu entdecken. Roh als große braunrote Knolle oder gekocht und vakuumverpackt, findet sich dieses heimische Gemüse, das jetzt Saison hat. Die rote Rübe führt ein Schattendasein, steht nicht im Rampenlicht wie Kartoffeln oder Brokkoli, ihr erdig-süßer Geschmack erfordert ein wenig Übung. Sie ist ohne Übertreibung eine wahre Powerknolle: Die Rote Rübe bietet Vitamin C, Folsäure, B-Vitamine, Provitamin A sowie viele Mineralstoffe wie Calcium, Eisen, Eiweiß, Jod, Kalium, Magnesium, Phosphor. Dieser Reichtum an Inhaltsstoffen macht sie zu einem der gesündesten Gemüse überhaupt. Der Farbstoff Betanin schützt vor Zellschäden, die Knolle insgesamt stärkt die Abwehrkräfte und baut schädliche Stoffwechselendprodukte ab. Da sie auch Oxalsäure enthält, sollten Menschen mit der Tendenz zu Nierensteinen diese nur in Maßen genießen. Doch die gesundheitsfördernden Wirkungen der roten Knolle überwiegen bei weitem: Die Rote Rübe wirkt blutbildend, immunsteigernd, entsäuernd und soll sich stärkend auf die Lunge und das Herz auswirken.

Kinder und Rote Rüben?

Geschmacklich ist sie wandelbar und höchst vielseitig einzusetzen: Als Apfelsaftkombination mögen ihn auch Kinder, sie passt in den Gemüsesalat, sorgt für intensive Farberlebnisse als tiefrote Cremesuppe und besonders gut schmeckt sie im Ofen gegart und gefüllt. Wichtig ist, beim Verzehr auch Vitamin C aufzunehmen, so kann das Eisen gut verwertet werden. Trinken Sie zum Beispiel einen Orangensaft dazu. Die Rote Rübe kann roh sowie gekocht gegessen werden.

Rote Rübe frisch verkocht

Wir haben heute ein besonderes Rezept für Sie vorbereitet, einen würzigen und nährenden Eintopf mit Rotwein, der nicht nur Veggies Freude macht. Das Kochen mit Rotwein steht für französische Küche und Herbst, diesen Flair haben wir in unsere fleischfreie Version hereingeholt. Das verwendete Gemüse ist saisonal und Sie können es nach Lust und Laune mit Ihren Schätzen aus dem Garten erweitern. Viel Freude beim Nachkochen!

Herbstlicher Schlemmereintopf mit Rotwein

Zutaten für 4 Portionen (variieren Sie gerne nach Ihrem Geschmack):
• 3 mittelgroße Rote Rüben, halbfest vorgekocht und geschält
• 2 große Karotten
• 2 Stangen vom Stangensellerie
• 4 Zwiebel, mittelgroß
• 2 Stangen Mangold mit Blättern
• Halbe Tasse Cremechampignons
• 2 Knoblauchzehen
• Gemüsebrühe
• Rotwein
• Salz, Pfeffer, 2 Lorbeerblätter, etwas Chili, Thymianzweig
• 1 Esslöffel Kartoffel- oder Maisstärke
• 50 ml Schlagobers
• Gehackte Petersilie
• Butterschmalz oder Öl
• 250 ml Gemüsebrühe

Rote Rüben in Würfel schneiden, beiseite stellen. Karotten und Stangensellerie in Scheiben schneiden, Zwiebel grob in Scheiben schneiden, Knoblauch hacken.
Zwiebel in Butterschmalz oder Öl anrösten, Knoblauch dazugeben, noch etwas anrösten, mit Rotwein ablöschen. Pfeffern, einige ganze Pfefferkörner, Thymian und Lorbeerblätter beigeben. Mit Gemüsebrühe aufgießen. Jetzt der Reihe ihrer Garzeiten nach das geschnittene Gemüse dazugeben. Mit den Roten Rüben und Karotten beginnen, wenn sie etwas weicher geworden sind, folgen Stangensellerie, Pilze und Mangold. Schlagobers nach Geschmack beigeben. Etwa 10 Minuten weiterdünsten, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Stärke mit etwas Wasser anrühren und in den Eintopf geben, umrühren und eindicken lassen. Eintopf in Schüsseln füllen und mit gehackter Petersilie bestreuen. Fertig!
Dazu passen gekochte Kartoffeln.
Guten Appetit!

Aufruf

Was kochen Sie aus der Roten Rübe? Wir freuen uns über Ihr Foto, dass wir dann auf Facebook posten!

Bild: (c) Sonja Wöhrenschimmel-Wahl

 

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