Eine Orange ist mehr als ihr Saft

Österreich liebt Orangensaft und besonders beliebt ist der frischgepresste. Sonntagmorgen miteinander Frühstück machen, Orangensaft pressen und genießen. Die Schalen kommen in den Biomüll. Doch Halt! es gibt die Möglichkeit, eine Orange ganz zu verwerten, sodass nichts mehr von ihr bleibt und der Winter erst die richtige Würze bekommt. Der FleischfreiTag zeigt, wie es geht.

 

Die Orange gehört neben der Banane und dem Apfel zum beliebtesten Winterobst in Österreich. Geschätzte sieben Kilo essen wir pro Jahr und Kopf. Ein Gutteil davon ist die Schale, die in den meisten Fällen am Komposthaufen landet. Dabei stecken in ihr weit mehr gesunde Inhaltsstoffe als in der Frucht selbst:Pektine, Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe. So hellen Orangenschalen die Zähne natürlich auf, helfen bei Verdauungsproblemen, bei Atemwegsbeschwerden und sind gerade für die kalte Jahreszeit ein wichtiges Nahrungsmittel. Wohlgemerkt, wir reden hier von ungespritzten Orangen in biologischer und fair gehandelter Qualität. Steigen Sie um auf Bio und freuen Sie sich am 100prozentigen Verwerten einer besonderen Frucht. Bei Produkten aus fairem Handel unterstützen Sie BäuerInnen und ArbeiterInnen mit einem fairen Lohn und fairen Arbeitsbedingungen.

Orangenschale verwenden

Das Einsatzgebiet für die Orangenschale ist sehr groß und hängt von Ihrer Experimentierfreudigkeit ab. Besonders beliebt ist der Orangengeschmack in süßen Speisen, in Gebäck (Kekse!) und Getränken wie Tees und Punsch, in Schokocremes, doch es ginge noch viel mehr. Eine Orangen-Pfeffer-Mischung für pikante Gerichte, als Aroma in Wintersalaten, in Aufstrichen, im Blaukraut. Die Liste ist sehr lange. Wer gerne bäckt und das Orangenaroma liebt, kann sich sein Orangenschalenpulver selbst leicht herstellen.

Wie man Orangenschale „erntet“

Einfach die Orange schälen, die Schale für einige Tage an einem warmen Ort (Heizkörper) trocknen lassen. In Gläsern luftdicht verschließen und dunkel lagern. Die Schalen halten sehr lange, der frische Geschmack bleibt über Monate erhalten. Bei Bedarf herausnehmen und mahlen, hacken oder ganz verwenden.

Kürbis-Linsen-Aufstrich mit Orangennote

Dieses Rezept passend für den Herbst haben wir für euch kreiert, es verbindet die fruchtige Orange mit Kürbis und Linsen. Vegan und garantiert lecker und ein nettes Mitbringsel mit Aha-Effekt für Brunch-Einladungen und mehr.

• 50g rote Linsen
• 150g Kürbis (zB Hokkaido)
• 1 kleine Zwiebel
• Knoblauch
• Olivenöl
• Chiliflocken
• Kurkuma
• 2 EL Orangensaft
• Orangenschale, fein gemahlen
• Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Ofen auf 180 Grad vorheizen.
  2. Die Linsen in einem Sieb kurz abwaschen und mit der doppelten Menge Wasser (100ml) auf kleiner Flamme kochen, bis die Linsen weich sind und das Wasser aufgesogen ist.
  3. Während die Linsen kochen, kann man den Kürbis verarbeiten.
  4. Kürbis in Stücke schneiden und auf ein mit etwas Olivenöl gefettetes Blech geben.
  5. Zwiebel schälen und vierteln und zum Kürbis dazugeben.
  6. Blech in den vorgeheizten Ofen schieben und Gemüse für ca. 20 Minuten backen, bis der Kürbis weich ist.
  7. Kürbis und Zwiebel abkühlen lassen. Währenddessen Knoblauchzehe schälen und in eine Presse geben. Kürbis-Zwiebel-Mischung zusammen mit den weichen Linsen in einen Mixer geben und pürieren. (Falls noch Wasser bei den Linsen ist, dieses vorher abgießen.)
  8. Würzen: Knoblauchzehe hineinpressen, Orangensaft einrühren, Chiliflocken, Salz und etwas Kurkuma, sowie die fein gemahlene Orangenschale hinzufügen. Hier lohnt sich zu experimentieren.
  9. In ein Glas füllen und im Kühlschrank lagern.
  10. Der Aufstrich sollte rasch aufgebraucht werden. Um ihn haltbarer zu machen, einen Teelöffel Miso (japanische Paste) hineinrühren. Dabei aber achten, dass der Aufstrich insgesamt nicht zu würzig wird.

Guten Appetit!

Foto: (c) Sonja Wöhrenschimmel-Wahl

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.