Kürbis kann auch süß

Nicht nur, weil viele Kinder dieser Tage Halloween feiern, steht der Kürbis jetzt auf unserer Speisekarte. Er hat sich in den letzten Jahren einen fixen Platz auf dem heimischen Speiseplan erobert und besticht mit einer Vielfalt an Formen, Farben und unterschiedlicher Konsistenz. Grün mit Rippen oder eher einem Ufo gleich, orange oder gestreift. – Ein geschmacklicher Allrounder. Wir stellen Ihnen heute keine neue Kürbissuppe vor, sondern eine besondere Delikatesse aus Bulgarien, die ab nun sicher auch zu Ihren Lieblingsrezepten gehören wird: Tikwenik, der süße Kürbisstrudel.

Tikwenik ist in Bulgarien das, was bei uns der Apfelstrudel ist, ein Klassiker und Teil der kulinarischen Identität. Er gleicht im Prinzip dem Apfelstrudel, auch die Zubereitung ist sehr ähnlich, doch der Geschmack ist ein anderer. Süß und buttrig-fein, mit Nüssen und Zimt. Der dünne Teig, der verwendet wird, ähnelt unseren Strudelblättern. Beim Kürbis empfehlen wir eine Sorte mit fein-nussig-süßlichem Geschmack, wie etwa den Hokkaido, der ungeschält verwendet werden kann. Tipp: Tikwenik wird zu einer Spirale gelegt und sieht in einer runden Auflaufform besonders schön aus. Man kann ihn aber auch einfach wie einen Apfelstrudel auflegen.

Zutaten:

  • ½ kg Hokkaido- Kürbis, gerieben
  • 3 Pkg Strudelblätter oder selbstgemachter Strudel-Teig
  • geschmolzene Butter
  • ½ Kaffeetasse Walnüsse, zerkleinert
  • 4 EL Zucker bzw. nach Geschmack
  • Priese Zimt
  • Prise Salz
  • Schuss Zitronensaft
  • Staubzucker

In einer großen Schüssel den geriebenen Kürbis mit Nüssen, Zucker, Zimt, Prise Salz und Zitronensaft mischen. Strudelblätter mit geschmolzener Butter bestreichen. Einige Esslöffel Fülle darauf verteilen und locker zusammenrollen. Auf das mit Backpapier ausgelegte Blech geben, dabei in der Mitte beginnend eine Spiralform legen. Nacheinander alle Blätter auf diese Weise verarbeiten und die Spirale fortsetzen. Noch etwas geschmolzene Butter darauf verteilen und in den auf 160 Grad vorgeheizten Ofen schieben. Etwa 40 Minuten goldgelb backen.

Mit Staubzucker bestreuen und servieren. Dazu passt noch ein wenig Schlagobers mit Zimt und ein Kaffee. Der Strudel schmeckt warm wie auch kalt. „Tikwenik“ kommt vom bulgarischen Wort „Tikwa“, was Kürbis bedeutet. Deshalb bedeutet Tikwenik so etwas wie das „Kürbislein“.

Guten Appetit!

Foto: (c) Sonja Wöhrenschimmel-Wahl

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