Die Milch, die aus dem Hafer kommt

Pflanzenmilch wird immer beliebter. Ob aus Mandel, Sojabohne, Dinkel und Hanf, die Liste wird immer länger. Manche sind in Bioqualität und kommen mit wenigen Inhaltsstoffen aus, andere bestehen aus sehr vielen Zusätzen. Dabei ist es sehr einfach, seine Milch selbst zu machen und sie ganz nach eigenem Geschmack zu „designen“. Wir haben gleich mehrere Sorten Pflanzenmilch ausprobiert. Keine war aufwändig, jede war wohlschmeckend. Viel Freude beim Nachkochen!

Gleich einmal vor weggesagt

Es gibt viele Wege nach Rom beziehungsweise zum Pflanzenmilch-Olymp. Es gibt verschiedene Methoden und Verwendungsmöglichkeiten. Der Fixpunkt aber sind die Geräte. Wichtig sind ein leistungsfähiger Standmixer, ein Wasserkocher, ein Sieb oder ein festes Baumwolltuch.

Grundrezept Hafermilch

Zutaten: ½ Tasse Haferflocken, Wasser, Prise Salz

Haferflocken mit derselben Menge heißem (nicht kochendem) Wasser übergießen und mehrere Stunden oder über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag das Wasser-Flocken-Gemisch abmessen, in den Mixer füllen und etwa noch einmal so viel heißes Wasser hinzufügen. Hier am besten mit weniger Wasser starten bis zur gewünschten Konsistenz. Mixen, bis die Milch schaumig gerührt ist.  Die Milch durch ein feines Sieb oder ein festes Baumwolltuch (ev. Stoffwindel) in ein Gefäß laufen lassen, der Rest kann weiter verwendet werden (zB Zusatz zu Müsli, Suppen Auflauf, Burger, etc). Süßen oder naturbelassen, eine Prise Salz macht den Geschmack intensiver. Milch im Kühlschrank aufbewahren, hält etwa 2 Tage. Vor Gebrauch immer gut aufschütteln.

Tipp: Diese Milch kann man für viele Rezepte verwenden, wie für Palatschinken. Macht man die Hafermilch dicker, kann man sie gut als Soßenzusatz verwenden.

Variationen

Dieses Grundrezept kann nun variiert werden, man kann verschiedene Flocken verwenden( Reis, Dinkel, etc.), man kann schon beim Pürieren 2 Datteln oder einige Rosinen zum Süßen beigeben, mit einem Schuss mildem Öl wird es noch reichhaltiger.

Variation mit Flockenmüsli:

Wir haben Dinkelflocken-Müsli ausprobiert, in dem Flocken, Rosinen und Nüsse schon gemischt waren. Übrigens auch eine gute Idee, um Müslireste zu verwerten. Das Ergebnis war sehr gut!

Grundrezept Nussmilch

Die feine Variante einer Pflanzenmilch ist die Nussmilch. Auch hier bestimmt die jeweilige Nuss den Geschmack. Cashew und Mandel sind sehr fein, Walnuss intensiv.

Zutaten: 300g Nüsse nach Wahl (Mandel, Walnüsse, Haselnüsse, etc)

Tipp: mit Hanfsamen bekommt man noch ein herb-würziges Aroma.

Die Nüsse über Nacht oder mindestens 3 Stunden in reichlich Wasser einweichen. Abgießen*, mit einem Liter frischem Wasser in einen Standmixer füllen. Die Flüssigkeit durch ein feines Sieb oder ein festes Baumwolltuch drücken und mit Vanille, Agavendicksaft und einer Prise Salz abschmecken. Milch in Flasche abfüllen und in den Kühlschrank stellen. Sie hält 2 Tage. Der grobe Nussrest lässt sich gut weiterverarbeiten, in Kuchen, Müslis und mehr.

Foto: (c) Sonja Wöhrenschimmel-Wahl

Guten Appetit!

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