Mit der Kraft des Löwen-Zahns und warum es gerade jetzt Sinn macht, ihn zu essen

Haben Sie schon einmal Löwenzahn gegessen, seinen würzig-bitteren Geschmack auf der Zunge gespürt? Wenn nicht, dann wird es jetzt Zeit. Der FleischfreiTag hat sich auf die Wiese begeben, Blüten und Blätter gesammelt und vieles über die positive Wirkung dieser ungezähmten Wildpflanze erfahren. Und zum Schluss servieren wir den perfekten Frühlings-Kartoffelsalat.

Mit der Kraft des Löwen

Zurück zum Anfang. Bevor der Löwenzahn als lästiges Unkraut in den heimischen Gärten gesehen wurde, spielte er eine bedeutende Rolle als wichtiges Heilkraut. Bis heute kommt kein Kräuterbuch an der robusten Pflanze mit den gelben Blütenköpfen vorbei. Seine Bitterstoffe helfen Leber und Galle, reinigen den Körper, verbessern das Hautbild, zügeln den Appetit und schenken Energie. Es lohnt, sich über diese Pflanze zu informieren, denn seine positive Wirkung auf unsere Gesundheit wirkt unmittelbar und steht uns gratis zur Verfügung. Wenn man den Löwenzahn betrachtet, seine langen Wurzeln, die er selbst in kleine Asphaltritzen in die Erde treibt, erahnt man etwas von der Kraft, die in der Pflanze steckt. Diese Kraft können wir uns zu eigen machen.

 

Löwenzahn in der Küche

Die einfachste Möglichkeit, an seine Inhaltsstoffe zu gelangen, ist der Morgen-Smoothie, in dem man die Pflanze (eine handvoll junge Blätter, und Blüten) mit Brennnessel und Obst nach Geschmack mixt und trinkt. Klein geschnitten in Aufstrichen und Salaten wertet er jedes Essen auf. Was die Inhaltsstoffe betrifft, schlägt der Löwenzahn jeden im Garten angebauten Kopfsalat um Längen. Löwenzahn schmeckt bitter, seine Wurzel und der Pflanzensaft besonders intensiv und genau dieser Bitterstoff ist wichtig für unseren Körper. Der bittere Geschmack wurde im Lauf der letzten Jahrzehnte in unserer Küche massiv verdrängt. Bitterstoffe wirken anregend auf die Verdauung und die Magensäfte, sie pflegen die Magenschleimhäute und sorgen für den Abbau von Giftstoffen. Sie fördern das Sättigungsgefühl und reduzieren die Lust auf Süßes.

Neben den bekannten Verwendungsarten wie Salat, Smoothie und Löwenzahnhonig möchten wir auch an den Kaffee erinnern, der früher bei uns getrunken wurde.  Gerade in Notzeiten, als Bohnenkaffee zu teuer war, wurde auf heimischen Ersatz zurückgegriffen und dabei, neben der Zichorienwurzel, auch auf den Löwenzahn. Hier das Rezept dazu:

Löwenzahnkaffee: Wurzeln ausstechen, trocken säubern (nicht waschen), klein schneiden und einige Tage lang trocknen lassen. In einer Pfanne ohne Fett anrösten, immer wieder wenden, damit sie nicht schwarz werden. Danach lassen sie sich mahlen. Pro Tasse etwa ein Teelöffel Löwenzahnkaffe mit heißem Wasser aufkochen und kurz ziehen lassen.

Nun aber wie versprochen unser Frühlings- Kartoffelsalat mit Löwenzahn, der jede fleischfreie Mahlzeit aufwertet. Und mit einer Scheibe Brot und einem gekochten Ei dazu wird daraus eine kleine Mahlzeit.

 

Frühlingskartoffelsalat mit Löwenzahn

  • Festkochende Kartoffeln
  • Frühlingszwiebel
  • Löwenzahn- Blätter, Blüten
  • Vogerlsalat, gewaschen
  • Gänseblümchen, andere Wildkräuter
  • wahlweise Mayonnaise
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Bio-Weinessig
  • Leinöl

 

Kartoffeln kochen und noch heiß schälen, in gewünschte Größe schneiden und in eine Schüssel geben. Salzen. Essig mit Wasser verdünnen und beigeben. Mayonnaise einrühren.

Löwenzahn kleinschneiden, Frühlingszwiebel in Ringe. Vogerlsalat und Löwenzahn zu den Kartoffeln geben und mischen. Leinöl hinzugeben. Leicht pfeffern.

Gänseblümchen und kleingeschnittene Wildkräuter über den Salat streuen und schön anrichten. Fertig!

 

 

 

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