Grillen – Gutes von der Glut

Das schlichte Würstchengrillen war gestern: Durch Kreativität und Einfallsreichtum werden die außergewöhnlichsten Gaumenfreuden am Grill gezaubert. Auf den Grill kommen mittlerweile nicht nur der Hauptgang, sondern auch Beilagen, Vorspeisen und das Dessert. In unserem Blogbeitrag laden wir zum Experimentieren ein.

Das Auge isst bekanntlich mit und besonders bunt und vielfältig ist die Welt des Gemüses. Und das wichtigste natürlich … der Geschmack: Durch das Grillen erhält das Gemüse feine Röstaromen und auf dem Holzkohlegrill – ohne Tropenholz – zusätzlich eine rauchige Note. Positiver Nebeneffekt: Die bunte Vielfalt ist nicht nur hübsch anzusehen, im Gemüse stecken unterschiedlichste Vitamine und Ballaststoffe, die für unseren Körper lebensnotwendig sind. Zudem sind die meisten Exemplare sehr fettarm und somit für eine bewusste Ernährung bestens geeignet.

Grillen kann man nahezu jedes Gemüse. Besonders in der warmen Jahreszeit ist das Angebot an heimischen Gemüsesorten sehr vielfältig. Ob von unseren heimischen BäuerInnen oder vielleicht sogar aus dem eigenen Garten oder dem Balkon, man schmeckt den Unterschied. Das Gemüse kommt entweder pur oder in Öl mit frischen Kräutern mariniert, mit geräuchertem Salz, karamellisiert mit Zucker oder Honig oder mit verschiedenen Gewürzmischungen auf den Grill. Ganz nach Geschmack!

 

Auch gibt es unterschiedliche Möglichkeiten wie das Grillgut gar wird. Entweder direkt auf den Rost legen, in einzelnen Stücken oder auf Spieße gesteckt. Klein geschnitten in einem Grillkorb oder einer Pfanne geschmort. Aber Achtung: nicht zu klein schneiden, sonst fällt das Gemüse schnell durch den Rost. Eine bekannte Garmethode ist auch das Einpacken in Alufolie, wie z.B. bei Erdäpfeln. Allerdings belastet die energieintensive Herstellung von Alufolie die Umwelt und man sollte achtsam damit umgehen. Werden nämlich saure oder salzige Lebensmittel darin eingepackt, kann sich Aluminium lösen und ins Essen gelangen. Um dies und natürlich auch Müll zu vermeiden, gibt es tolle Alternativen. Z.B. kann das Gemüse, zusammen mit etwas Öl oder Butter, Kräutern oder Gewürzmischungen, mit oder ohne Käse in ein großes Gemüse-Blatt gepackt werden. Dafür eignen sich besonders gut Kohl-, Mais-, Mangold- oder auch Rhabarberblätter– vorher unbedingt gut mit Öl bepinseln! Auch eigenes Grillpapier oder Holzbretter, welche vorher in Wasser eingelegt werden, sind Alternativen, die noch dazu ein geschmackvolles Aroma abgeben. Pergament- oder Backpapier eignen sich zum Einwickeln von Kartoffeln ebenfalls sehr gut. Das Papier mit Öl einstreichen und die Päckchen nicht zu heiß grillen.

Ein optisches Highlight, welches das Gemüse zum Hauptdarsteller auf dem Teller macht, sind z.B. Gemüsespieße. Ein Rezept dazu findet sich in unserer Rezepte-Rubrik.

 

Der Grillgenuss endet nicht beim Dessert, auch Obst ist eine Alternative. Ob Pfirsiche, Ananas, Äpfel oder Birnen, fast jedes Obst kann auf den Grill. Um es besser vor der Hitze zu schützen hilft eine Marinade aus Honig oder Ahornsirup. Einfach in Scheiben schneiden oder halbieren und mit der Fruchtseite nach unten auf den Grill legen. Bananen kann man mitsamt der Schale auf den Rost legen. Wenn die Schale dunkel geworden ist, Banane einfach aufschneiden und löffeln. Schokoholics können die Schale vorher auch ein wenig einritzen und mit Schokoladestücken spicken. Sehr gut zu Obst passt auch Käse. Ob Birne mit Blauschimmelkäse oder gegrillte Nektarinen mit Frischkäse: Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Die Resthitze des Grills eignet sich besonders für das gegrillte Obst.

 

In diesem Sinne wünschen wir viele kulinarische Höhepunkte in diesem Sommer!

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