3 Tricks für mehr Pfiff auf dem Gemüseteller

Wenn man von „fleischfrei“ spricht, verdrehen viele die Augen und sagen: „Aber Kartoffel und Salat, das ist doch sterbenslangweilig. Da fehlt mir das Besondere.“ Stimmt. Eine gekochte Kartoffel ist weder Sushi, noch Pizza und holt ganz pur mit etwas Butter nur ausgewachsene Puristen hinter dem Ofen hervor. Aber was, wenn man unseren Kartoffeln und Krautköpfen dieselbe Liebe schenkt wie einem Braten? Wenn man sie besonders würzt, besonders verkocht und einfach etwas Größeres mit ihnen vorhat als sie nur wie eine einfache Zuspeise zu behandeln? Der FleischfreiTag hat seine Nase in die Töpfe und Pfannen von kreativen Kochfans gesteckt und einfach köstliche Speisen entdeckt.

Trick 1: Über den (heimischen) Tellerrand schauen

Bei uns sind Kartoffeln meist eine Zuspeise, woanders sind sie ein Hauptgericht. Ein einfaches Gericht aus der Türkei ist Kumpir. Große, mit der Schale im Rohr gebackene Kartoffeln werden aufgeschnitten, das Innere wird mit einer Gabel etwas aufgelockert und mit Butter vermischt. Auf die Kartoffel kommt nun das Highlight, das so genannte Topping. Hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Toppings: wahlweise angebratene Pilze, gekochter Bulgur, Veggie-Bratstreifen, feingeschnittenes Rotkraut, angebratene Melanzani, Paprika oder Zucchini, rohes Gemüse.

Soßen: , Tsatsiki, Chilisoße, Barbecue Soße.

Kumpir zu essen ist ein interaktives Vergnügen und deswegen ideal als Party- und Freunde-Essen, zu Silvester oder als einfaches Familienessen.

 

Trick 2: Die Gewürze machen das Gericht

Was ist das Prägnante an einem Gulasch, einer Pizza oder einem japanischen Wok-Gericht? Es sind die Gewürze, die bestimmten Aromen, die wir nur riechen und schmecken müssen, um sofort an Gulasch, Pizza und „Asia“ zu denken. So funktioniert Kartoffelgulasch, das Kartoffeln mit den Gewürzen des klassischen Gulaschs verbindet und zu einem traumhaft guten Gericht macht. Und ein weiteres Plus für die fleischfreie Variante: Kartoffelgulasch ist einfach zu kochen und schnell fertig.

Noch spannender ist die Fusion eines klassischen, rustikalen heimischen Gemüses wie Rotkraut mit asiatischen Geschmäckern. Auch hier heißt es zuerst analysieren, was den besonderen Geschmack ausmacht und dann kreativ umsetzen. Am Ende des Artikels finden Sie unsere gelungene Fusion, ein hocharomatisches Rotkraut Teriyaki.

 

Trick 3: Röstaromen oder Ab in den Backofen

Warum ist Grillgemüse so beliebt? Es ist das Röstaroma, das Gegrilltem und Angebratenem im Gegensatz zu mildem, bekömmlich Gekochtem eine besondere Nuance verleiht. Gemüse lässt sich leicht attraktiver verkochen, indem man es in den Backofen schiebt oder auf den Grill legt. Die Röstaromen lassen uns das Wasser im Mund zusammenlaufen und dieser Trick funktioniert nicht nur bei Koteletts. Mit Grillgemüse aus dem Rohr lässt sich in den kalten Monaten übrigens auch Gemüse-Rettung betreiben.

Sommer-Gemüse wie Paprika, Zucchini und Melanzani landen dann in den Geschäften oft in der Halb-Preis-Kiste, weil sie weniger nachgefragt sind. Nehmen Sie das angetrocknete Gemüse mit nach Hause, retten Sie es vor der Mülltonne und grillen Sie es im Ofen!

Grillgemüse: Blech oder Backform mit Olivenöl einfetten. Gemüse grob zerteilen und in einer Schüssel mit Öl und Gewürzmischung nach Geschmack durchmischen.

In den vorgeheizten Ofen schieben und backen, bis das Gemüse noch etwas Biss hat. Noch einmal durchmischen, Grillfunktion einschalten und das Gemüse noch für 5 Minuten nachgrillen. Servieren wahlweise mit Knoblauchmayonnaise und Weißbrot.

 

Zum Schluss eine Frage an Sie: Was sind Ihre Tricks für Gemüse und Co? Was haben Sie schon ausprobiert? Wir freuen uns über Ihre Ideen!

 


 

Rezept: Rotkraut Teriyaki

  • 1 halbes Rotkraut, in Streifen geschnitten
  • Porree, in Streifen geschnitten
  • Wahlweise anderes Gemüse (z.B. Melanzani, Karotten, Stangensellerie, etc.)
  • Sesamöl
  • Sesamsamen
  • Biozucker oder Honig
  • Sojasauce
  • feingeschnittener Ingwer, etwa 1 TL
  • Spritzer Zitronensaft

Pfanne erhitzen, neutrales Bratöl hineingeben und erwärmen. Zucker hineinstreuen und rühren, karamellisieren lassen. Gemüse und Ingwer hineingeben und kräftig durchmischen, etwas dünsten, das Kraut soll noch bissfest sein. Zitronensaft dazu geben, Sesamsamen einstreuen, mit Sojasauce und Sesamöl würzen.

In Schüsseln mit gekochtem Reis oder Bulgur anrichten, mit fein gehackter Petersilie bestreuen. Fertig!

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