Wer das Klima schützen möchte, sollte nicht nur sein Auto ab und zu stehen lassen,sondern auch sein Schnitzel. Denn durch die Produktion von tierischen Lebensmitteln entstehen laut FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations, 2006) mehr klimaschädliche Treibhausgase als durch den gesamten globalen Verkehr – inklusive Schiffs- und Flugverkehr.
Mittlerweile hat es sich bereits herum gesprochen: Was auf unseren Tellern landet hat wesentlichen Einfluss auf unser Klima. Viehwirtschaft verursacht rund 10 % des weltweiten CO2 -Ausstoßes und ist außerdem für den Ausstoß der Treibhausgase Methan und Lachgas verantwortlich, die ebenfalls maßgeblich zu Erwärmung der Erdatmosphärebeitragen. Was Viele nicht wissen: Das Treibhauspotenzial (also das Ausmaß in dem die Atmosphäre erhitzt wird) von Methan ist 23 Mal so stark, das von Lachgas sogar 296 Malso stark wie jenes von CO2 – die Halbwertszeiten dieser Treibhausgase sind wesentlich kürzer als jene des CO2 (z.B. Methan: 8 Jahre, CO2 : 100 Jahre). Oder anders gesagt:Eine sofortige Reduzierung von Methan- und Lachgas-Ausstoß könnte schneller einenmerkbaren Effekt auf die Erderwärmung erzielen als es die sofortige vollständige Einstellung allen CO2-Ausstoßes.
Wie kommt der hohe Ausstoß dieser Treibhausgase in der Viehwirtschaft eigentlich zustande?
In die Klimabilanz der Viehwirtschaft, kommen folgende Faktoren zum Tragen:
- Ausstoß von Treibhausgasen durch Atmung und Verdauung von Nutztieren.
- Düngung von Böden, auf denen Futtermittel zur Ernährung der Nutztiere angebautwird.
- Verwendung von motorisierten Geräten beim Anbau der Futtermittel.
- Abholzung von Wäldern um Weideland oder Anbaufläche für Futtermittel zu gewinnen.
Gigantische Populationen von Nutztieren wie vor allem Rinder, Milchkühe und Schweine sind im Ökosystem eigentlich nicht vorgesehen, der von ihnen produzierte Ausstoß von Treibhausgasen kann sich nicht natürlich regulieren. Weltweit wachsender Fleisch- und Milchkonsum (bis 2050 soll er sich verdoppeln) verlangt nach immer mehr Nutztieren, alsonach mehr Futtermittel. Düngung, der Einsatz von motorisierten Geräten und dieAbholzung von Wäldern ist somit laufend nötig.
Die aus der Viehwirtschaft resultierende Umweltbelastung trifft die gesamte Erdbevölkerung – in den Genuss von regelmäßigem Fleischkonsum kommt allerdingsnur ein geringer Teil der Menschen. Während ein Drittel der Weltgetreideernte und über 90 % der Sojaernte als Viehfutter benutzt werden, hungern nach wie vor viele Millionen Menschen.
Was also tun? Verantwortungsvoll genießen! Streichen Sie ab und zu tierische Produkte von Ihrem Speiseplan. Ein fleischfreier Tag pro Woche kann hier schon kleine Wunder bewirken. Kaufen Sie bewusst ein: Waren die lange Transportwege zurückgelegt haben oder deren Herstellung energieintensiv ist (das gilt übrigens auch für Obst & Gemüse, dasin beheizten Gewächshäusern gezogen wird), hinterlassen immer einen höheren CO2-Fußabdruck. Der zeitweise Verzicht auf Milchprodukte (z.B. Pflanzenöle statt Butter) hat ebenfalls eine deutlich klimafreundliche Wirkung.

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Presse
Es ist doch erfreulich, wenn in unserem kleinen Land der großen Unschuldsvermutungen von politischer Seite auch konstruktive Vorschläge und Ideen kommen. Andererseits aber auch wiederum schade, dass solch Lob explizit ausgesprochen werden muss, da es doch leider viel zu selten angebracht ist und deshalb ausgesprochen werden kann. Aber deshalb gilt es auch diese Botschaft weiterzutragen und ich hoffe, dass ich zumindest einen kleinen Teil mit meinem Blogbeitrag http://weblog.bio-natur.at/2011/09/22/fleischfreitag-fleischfreier-tag-nicht-unbedingt-am-freitag/ dazu beitragen konnte.
Weiter so und liebe Grüße aus Wien.
Paul Boegle