Früher war das ganz normal: Zu kaufen gab es, was die Bauern in der Nähe produziert haben. Das war zwar nicht unbedingt immer abwechslungsreich – aber dafür gut für Klima & Region!
Joghurt aus Frankreich, Erbsenschoten aus Südafrika und Kiwis aus Neuseeland – unserem Gusto sind heute fast keine Grenzen mehr gesetzt. In jedem Supermarkt finden sich verlockende Angebote. Von exotischen Früchte bis zu weit gereisten Meeresfrüchte ist alles zu haben. Wer möchte kann jeden Tag was anderes essen. Und zwar an 365 Tagen im Jahr. Doch während die meisten importierten Lebensmittel nicht mehr besonders viel kosten, kommen uns die Nebenwirkungen, die ihr Import verursacht teuer zu stehen. Dabei schlagen sich nicht nur die vielen zurückgelegten Kilometer zu Buche sondern vor allem auch die Energie, welche verbraucht wird um jahrein, jahraus Glashäuser zu beheizen. Die Produktion im Glashaus ist nämlich bis zu 60-mal energieintensiver als im Freiland, da zum Heizen meist fossile Energieträger verwendet werden.
Dabei schmeckt es gar nicht besonders gut! Wer schon einmal frische Paradeiser aus dem Garten gegessen hat, der weiß, dass jedes Obst und Gemüse genau dann am besten schmeckt, wenn es gerade Saison hat. Spitzengastronomen wissen das schon lange, weshalb es in den Top-Restaurants des Landes meist nur saisonales Gemüse auf den Teller schafft. Aber Gemüse und Obst aus der Region schmeckt nicht nur gut, wenn es von Spitzengastronomen zubereitet wurde. Meist reicht es in Omas Kochbuch zu stöbern, um köstliche Rezepte zu finden – schließlich musste man in unseren Breitengraden ja lange Zeit mit dem bei uns wachsenden Gemüse Vorlieb nehmen.
Lieber regional oder lieber Bio? Beides!
In der biologischen Landwirtschaft werden im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft weit weniger treibhauswirksame Emissionen in die Atmosphäre freigesetzt und es wird mehr CO2 im Boden gebunden. Darüber hinaus tun Sie Ihrer Gesundheit etwas Gutes, da im biologischen Pflanzenanbau auf synthetische Düngemittel verzichtet wird. Meistens schmeckt man den schonenderen Anbau auch. Vergleichen Sie einfach einmal Kartoffeln aus dem Bioladen mit Kartoffeln aus herkömmlicher Landwirtschaft: Der Vergleich wird Sie überzeugen!
So viele Vorteile und es gibt noch mehr! Schließlich tut es nicht zuletzt der Region selbst gut, wenn ihre Produkte reißenden Absatz bei heimischen KonsumentInnen finden. Und wer die Region stärkt, stärkt letztlich seinen eigenen Lebensraum – womit sich der Kreis wieder schließt.

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